Förderung

Wir implementieren Inhalte der folgenden Konzepte in unsere tägliche Pflegepraxis:

Bobath-Konzept
Kinästhetik
Basale Stimulation in der Pflege®
Facio orale Therapie (FOTT®)
Affolter.

Auf diese Weise versuchen wir den alltäglichen Pflegehandlungen einen Förderaspekt zu geben. Trotz knapper Zeitressourcen gelingt es auf diese Weise, die Bewohner in verschiedenen Bereichen zu fördern.

Wir können sicher nicht alle Probleme unserer Bewohner in vollem Umfang berücksichtigen. Aber 2 Kernthemen sie wir intensiv beobachten und in unserem Pflege- und Förderkonzept besonders berücksichtigen sind der Umgang mit hohem Muskeltonus und das gesamte Thema der Dysphagie (Schluckstörung).

Dieser hohe Muskeltonus kann von den Bewohnern nicht willentlich gesteuert werden. Häufig sind Pflegehandlungen erschwert, wenn sich ein Arm, der Kopf oder die Beine nicht anbeugen oder strecken lassen.
Hier sind die Schulungsinhalte aus den Konzepten Bobath und Kinästhetik sehr wichtig. Durch eine stabile Position in Rücken oder Seitenlage erfährt der Mensch Sicherheit und braucht sich nicht auf das Halten der Körperstellung zu konzentrieren. Es fällt ihm so leichter einer wahrnehmungsfördernden Waschung oder  Mundpflege die nötige Aufmerksamkeit zu widmen.

Hier kommen alle Elemente der Wahrnehmungsförderung zum Zuge. Wenn der Mensch durch seine Behinderung nicht in der Lage ist, einer Waschung oder Mundpflege zu folgen, muss diese Handlung so durchgeführt werden, dass der betroffene Mensch sie sinnhaft erfassen kann.

Auf diese Weise gelingt es, über einen längeren Zeitraum ein Erlernen dieser Abläufe zu gestalten. Oft dauert es viele Tage, Wochen oder Monate, bis der Mensch die Mundpflege in vollem Umfang zulässt. Besonders das Gesicht, und hier der Bereich um Mund und Nase, sind sehr intime Bereiche. Pflegehandlungen müssen auf diese Situation hin angepasst werden. Lässt ein betroffener Mensch die Mundpflege zu, darf er das nicht tun, weil der Widerstand aufgegeben wurde, sondern, weil er die Maßnahme erkannt hat, zulässt und aufmerksam verfolgt. So erlernt er wieder neue Abläufe und kann sie mit der Tagesstruktur verknüpfen. Die Mundpflege beinhaltet Konzepte aus dem Bereich der FOTT. So unterstützt der geplante Pflegeprozess die Therapieeinheiten der Logopäden. Sie arbeiten ebenfalls im Bereich der Dysphagie. Neben der angepassten Therapie wird auch die fieberoptische Schluckdiagnostik (FEES) bei der der das Schlucken mittels Videoaufnahme sehr genau beurteilt werden kann durch die Logopäden sichergestellt. Besonders Bewohner, die auf Grund ihrer hochgradigen Schluckstörung auf das Tragen einer geblockten Trachealkanüle angewiesen sind, können so gefördert und begleitend untersucht werden. Ein Ziel, das Entfernen der Trachealkanüle, ist so immer im Blick und wird ,wenn möglich, fachlich sicher begleitet.

Da nicht für alle Tätigkeiten unendlich Zeit zur Verfügung steht, wird in fortlaufenden Fallbesprechungen zwischen Pflegenden und Therapeuten ein Kernproblem definiert, an dem hauptsächlich gearbeitet wird. Erfolge in diesem Bereich haben auch positive Auswirkungen auf alle anderen Körpersysteme und Reaktionen.